Header anders ohnelogo

Home

08
Mai

Stagnation bei der 11. Bundeskonferenz der Naturfreundejugend Deutschlands in Weimar

Vom 28. bis 30. April fand die Bundeskonferenz der Naturfreundejugend Deutschlands nach 20 Jahren wieder in Thüringen statt. In Weimar trafen sich knapp 60 Delegierte und viele weitere Gäste, um über die Zukunft des Verbandes zu diskutieren.

Es wurde sehr lange über die Rolle der Sondermandate diskutiert. Dieses Thema wurde in den letzten zwei Jahren bereits bei Bundesausschüssen diskutiert. Leider konnte sich auf der Konferenz kein Kompromiss finden, wie in Zukunft mit den Sondermandaten umgegangen wird. Über diese Tatsache sind wir als Landesverband Thüringen sehr enttäuscht, da mehrere Kompromissvorschläge von den Delegierten abgelehnt wurden. Die nun verabschiedete Regelung macht das Prozedere eher noch komplizierter. Wichtige vorgebrachte thematische Vorschläge für Sondermandatspositionen, wie „Altersstruktur und Jugendbeteiligung in Gremien“ und Sondermandat „Sondermandate“, wurden aus Trotz nicht bewilligt, obwohl in vielerlei Hinsicht weiter enormer Handlungsbedarf besteht.

Noch enttäuschter waren wir über die Ablehnung des Antrages über die Altersstruktur. Die Bundesleitung hat einen wegweisenden Antrag eingebracht, das passive Wahlalter im Verband auf maximal 35 Jahre zu begrenzen. Wir sind ein Jugendverband und standen deshalb voll hinter diesem Antrag. Die Altersstruktur der Delegierten bei den letzten Ausschüssen hat gezeigt, dass es wichtig ist, solch einen Antrag zu verabschieden. Leider wurde auch dieser Antrag abgelehnt und noch nicht mal wirklich diskutiert, da die Debatte frühzeitig beendet wurde. Der Landesverband Thüringen wird sich in Zukunft jedoch weiterhin mit dem Thema befassen und daran arbeiten, dass unser Verband ein Jugendverband bleibt.

Weiterhin waren wir besonders erstaunt über einen Antrag für ein Positionspapier zu einer friedlicheren Welt und zur Abrüstung und Abschaffung der Bundeswehr - dieser wurde nur mit knapper Mehrheit durchgebracht. Dabei verwendeten einige Delegierte neoliberale und kapitalistische Argumente, wie Sicherung von Arbeitsplätzen, Stärkung der Industrie durch Vergabe von Aufträgen, Entwicklung strukturschwacher Regionen oder Chancen für sozial Schwächere auf dem Arbeitsmarkt. Diese Argumentation empfinden wir als Verhöhnung der Naturfreunde- und Friedensbewegung, da die Bundeswehr eben kein normaler Arbeitgeber ist.

Neben all den Kritikpunkten gibt es aber auch einiges Positives von der Konferenz zu berichten. Am Samstag fand in Weimar ein von uns organisiertes „Capture your city“-Spiel statt. Außerdem wurden die Einnahmen der Badener Cocktailbar an das Jugendhaus Domizil in Erfurt gespendet. Dabei kamen über 400,-€ zusammen. Vielen Dank dafür an alle, die mit ihrem Getränkekonsum das Domizil unterstützt haben.

Ebenfalls wurde eine neue Bundesleitung gewählt. Malin Holtmann aus Bremen ist weiterhin Bundesleiterin, neuer Bundesleiter ist Wendelin Haag aus dem Landesverband Württemberg. Wir wünschen der neuen Bundesleitung alles Gute und sind uns sicher, dass die neue BL dafür sorgen wird, dass der Verband nicht weiter stagniert, sondern der Blick wieder nach vorne gerichtet.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen bei der nächsten Bundeskonferenz beziehungsweise in einem halben Jahr beim Bundesausschuss.

facebook-button1

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30

Anstehende Veranstaltung

Keine anstehenden Veranstaltungen!

Powered by iCagenda